[gnd] Maschinelle Umsetzungen in der GND

Patzer, Karin Karin.Patzer at sbb.spk-berlin.de
Mon Mai 23 11:25:03 CEST 2011


Liebe Frau Frodl, liebe Frau Behrens-Neumann, liebe Frau Kubbernuss,



um die Auswirkungen der GND und der Übergangsregeln auf die ZDB-Titeldaten besser beurteilen zu können, benötigen wir Aussagen zu den geplanten maschinellen Änderungen. Aus diversen Mails, Wiki-Einträgen und den GND-Testdaten leiten wir bisher einige maschinellen Umsetzungen/Änderungen ab.



Wir gehen zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass nach der Umstellung auf GND:



·         Entitäten, die sowohl in der GKD als auch in der SWD als Dubletten vorliegen, sollen zusammengeführt werden. Bei Gebietskörperschaften wird der SWD-Satz, bei Körperschaften der GKD-Satz der Zielsatz sein. Die Entität "Gebietskörperschaft" ist nach RAK-WB und RSWK unterschiedlich definiert. Die GND-Übergangsregel G8, bei Namensänderungen neue Entitäten anzunehmen und für diese eigene Datensätze zu bilden, führt bei RSWK zu einer Angleichung an die internationale Praxis. DNB-IT rechnet damit, dass ca. 300.000 dublette SWD- und GKD-Normdatensätze (6% des Datenbestandes) vorliegen.



·         Körperschafts-Datensätze mit Splits wegen Split der Ortssitz-Ordnungshilfe werden maschinell umgelenkt. Der Umfang der Sätze wird von DNB noch ermittelt.



·         Die neuen Entitäten bei Spitzenorganen von Gebietskörperschaften werden maschinell erstellt (ca. 6.000).



·         Gattungsbegriffe bei Verwaltungseinheiten von Gebietskörperschaften werden maschinell zur Ansetzung hinzugefügt.



Zusätzlich:

·         Häufig genutzte Normdatensätze sollen von Beginn an in einer nach den Übergangsregeln korrekten Form vorliegen. Die Verbünde haben Listen mit den häufigsten Verknüpfungen zwischen GND-Satz und Titelsatz erstellt  (Verknüpfungen > 500 und < 51.000). Insgesamt liegen 1.593 Körperschaftssätze mit insgesamt 2,501.296 Verknüpfungen zu monografischen bzw. fortlaufenden Titelsätzen vor.  https://wiki.d-nb.de/pages/viewpage.action?pageId=41681043 Die Anzahl der Verknüpfungen von GKD-Sätzen zu anderen GKD-Sätzen wird zentral von der DNB erhoben. Ansetzungen müssen manuell von DNB angepasst werden.



Sind unsere Rückschlüsse richtig?



Anhand der maschinellen Änderungen sind auch Ableitungen zu Körperschafts-Folgekorrekturen möglich. Ist von Ihnen geplant, ein Konzept zum Umgang mit Nachfolgekorrekturen vorzulegen?



Vielen Dank und viele Grüße



Karin Patzer



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Karin Patzer

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