[gnd] Stellungnahme der ZDB zum Nummernkonzept und Übergangsszenario

Sigrist, Barbara Barbara.Sigrist at sbb.spk-berlin.de
Don Jan 21 10:56:17 CET 2010


 

 

Liebe Kolleginnen, 

 

herzlichen Dank für die Entwürfe zum Nummernkonzept der GND und den Vorschlag für ein Übergangsszenario. 

 

Für die ZDB gehen wir davon aus, dass DNB die notwendigen Nacharbeiten rechtzeitig übernimmt. Das bedeutet vor allem den Austausch und die Auslieferung geänderter  Normnummern in den Titeldaten,  die Erzeugung von Umlenklisten usw. ZDB hat nicht das Problem der anderen Verbünde, die Normdaten an lokale Systeme zu liefern. Aber, aus der Zusammenführung der Normsätze ergeben sich ZDB-Titel-Korrekturen in erheblichem Umfang. Die 6% aller GND-Sätze, die  zusammengeführt werden müssen, sind wohl ganz überwiegend  Körperschaftssätze. Immerhin sind ca. 300.000 Sätze, also etwa ¼ der ehemaligen GKD, betroffen. Genau das ist die kritische Menge für die ZDB, weil daraus eine bisher unbekannte Menge an Titelfolgekorrekturen resultiert. 

 

Zu den beiden Papieren haben wir die folgenden Anmerkungen:

 

1. Nummernkonzept

- Wenn zukünftig die ID-Nummer eines neuen Satzes mit dessen  Normnummer übereinstimmt, muss gewährleistet sein, dass die Nummern auch wirklich persistent bleiben. In der Vergangenheit wurden Nummernkontingente durchaus geändert. 

- Neue Normnummern unterscheiden sich in der Struktur von den alten Normnummern (alte: Bindestrich und Prüfziffern, neue nicht). Das ist bei Validation und Indexierung zu beachten. 

- Das Konzept für die Kennzeichnung und Aufbewahrung von ID-Nummern umgelenkter Datensätz steht noch aus. Dazu müssen dringend Vereinbarungen getroffen werden. 

 

2. Übergangsszenario

- Wir vermissen hier jede Aussage zu Terminen. 

- Im Abschnitt Ziele, wird ausgeführt, dass "jeder GND-Satz auf einen alten Normdatensatz" trifft und weiter  "inhaltlich kann der alte Normdatensatz mit einem neuen GND-Satz überschrieben werden". Hier ist uns nicht klar, wie das Verfahren bei den gemergten Sätzen funktioniert. Werden vorab Umlenksätze geliefert? 

Auch der Anspruch, dass die Verknüpfung zu den bibliografischen Datensätzen unverändert bleibt, ist uns nicht nachvollziehbar. Wenn Normsätze auf einander umgelenkt werden, sollte doch die Gewinner-ID endgültig im Titelsatz als Verknüpfungs-ID verankert sein. Hier auf Dauer auch alte Normnummern mitzuführen, belastet u.E. Interpretierbarkeit bzw. Lesbarkeit der Sätze erheblich.  

 

Soviel für heute, wir werden die Papiere auch am 28.1. in der AG KVA besprechen, evtl. ergibt sich daraus dann eine Ergänzung unserer heutigen Stellungnahme.

 

Mit herzlichen Grüßen

Barbara Sigrist.