[gnd] GND-Nummernkonzept und Übergangsszenario: Stellungnahme des BSZ

Katz, Cornelia Cornelia.Katz at bsz-bw.de
Die Feb 2 14:12:02 CET 2010


Liebe Frau Hengel, liebe Kolleginnen und Kollegen,

vielen Dank für die Ausführungen zum Nummernkonzept und zum Übergangsszenario! Im BSZ haben wir versucht, in internen Diskussionen, mit den von Ihnen beschriebenen Sachverhalten für unsere eigene Migration nach GND umzugehen. Dazu sind die folgenden Kommentare entstanden:

1. Nummernkonzept:
Trotz der unterschiedlichen Nummernstruktur sind wir mit dem Nummernkonzept einverstanden, da es durch die Beibehaltung der alten Normsatzidentnummern die Möglichkeit eröffnet, schon frühzeitig die GND-Nummern in den Datensätzen zu erzeugen, sei es zu Testzwecken in der jeweiligen Testumgebung des Verbundes oder als Vorbereitung für die Migration.

2. Mit dem vorgeschlagenen Übergangsszenario, welches im Wesentlichen die Situation für die DNB beschreibt, können wir von unserer Seite umgehen.

Im BSZ wird angestrebt, die Abbildung der Normdaten analog der GND im SWB-Pica-System vorzunehmen (haben wir derzeit auch!), damit die Dateneingabe im Rahmen der Online-Kommunikation direkt über WinIBW erfolgen kann. Das bedingt aber, dass alle Normdaten in die neue Formatstruktur umgesetzt, die entsprechenden Pica-Tabellen, die Import- und Exportkonverter sowie die Indexierung angepasst werden müssen. Diesen Schritt sehen wir als "kleine Migration", womit eine Schließung der SWB-Katalogisierungsdatenbank verbunden sein wird. Diese sollte möglichst kurz ausfallen. Wünschenswert wäre ein Wochenende. 
Der parallele Aufbau der Projektdatenbank GND in der DNB ermöglicht es dem BSZ, frühzeitig auch mit den SWB-internen Konfigurationen zu beginnen. Das BSZ ist dabei an einem Austausch mit der DNB sowie den Verbünden GBV und Hebis interessiert. Zu Einzelthemen sollte auch OCLC Leiden eingeschaltet werden.

Von dem oben beschrieben Schritt ist nur das Verbundsystem betroffen. Da die Lokalsysteme derzeit überwiegend über Schnittstellen versorgt werden, die eine Konvertierung nach MAB2, MARC21 und Unimarc beinhalten, wird beim Export der Normdaten BSZ-seitig dafür gesorgt, dass die Lokalsysteme möglichst die Daten in der gleichen Form erhalten wie vor der GND-Umstellung. Das bedeutet für eine MAB2-Lieferung, dass eine Auslieferung der drei Satzarten für die Normdaten wie bisher durchgeführt wird, wobei auf die Konsistenz der Ansetzungsform auch in den verknüpften, auszuliefernden Titelsätzen zu achten ist. Normdaten in MARC21 werden derzeit schon in einem Authority-File ausgeliefert. Mit GND kommen entsprechende Erweiterungen hinzu. An der Unimarc-Ausgabe sollen möglichst keine Änderungen durchgeführt werden, da die betroffenen Lokalsysteme innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre abgelöst und auf die MARC21-Belieferung umgestellt werden.
Sollten schon bei der Erzeugung der Sätze für die GND-Projektdatenbank durch Änderung der Formatstrukturen oder Regeländerungen schon Ansetzungsformen entstehen, die nicht mehr mit der vorherigen Form übereinstimmen und die vorherige Form auch nicht mehr per Konverter einfach herzustellen ist, so benötigen wir eine Kennzeichnung dieser Sätze, damit diese entsprechend in den Lokalsystemen ausgetauscht werden können.

Erst die Zusammenführungen von GKD- und SWD-Sätzen haben unmittelbare Auswirkungen auf die Lokalsysteme. Hierbei muss auf eine "Verträglichkeit" der durch die Umlenkprozesse entstehenden Titelkorrekturen in den Verbundsystemen geachtet werden, wünschenswert ist daher, dass auch nicht alle betroffenen Normdatensätze in einem Rutsch zusammengeführt werden (sehr gute Erfahrungen haben wir im BSZ mit der Zusammenführung der DNB-Zeitschriften mit den ZDB-Sätzen gemacht!). Ähnlich angesiedelt sind die zu erwartenden Korrekturläufe, die durch die Umstellung auf die neuen Regeln notwendig sind. Im Konzept sollte ebenfalls eine Kennzeichnung der betroffenen Sätze vorgesehen und natürlich auch über die Datenexporte an die nachnutzenden Verbundsysteme weitergegeben werden.


Viele Grüße
Cornelia Katz


Cornelia Katz
Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Wuerttemberg
Mailto: Cornelia.Katz at bsz-bw.de
Phone: 07531/88 3189        Fax: 07531/88 3703